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Information: Die Mittelklasse: Handys für Jedermann
Thema: Kaufberatung

Jedermann, Normalo, Otto-Normal-Verbraucher. All diese Begriffe umschreiben auch den Mainstream-Handynutzer. Er möchte ein Gerät, mit dem er Telefonate führen, Nachrichten schreiben, ab und zu ein Foto schießen und auch spielen kann. Wir haben zusammengetragen, worauf Sie, sollten Sie sich zu dieser Zielgruppe zählen, beim Kauf eines neuen Geräts achten sollten.

Handys für jeden Geldbeutel
Multimedia und Funktionalität pur gibt’s schon deutlich unter 200 Euro

Klar. Ein Handy ist zum Telefonieren da. Aber manchmal darf schon ein Spiel laufen oder ein Klingelton heruntergeladen werden. Und das langweiligste Standard-Design soll’s natürlich auch nicht sein. Wir helfen Ihnen, ein passendes Handy zu finden, das zu Ihrem Nutzerprofil passt.


Nutzerprofil

Telefonieren – wenn möglich auch mit Freisprechfunktion, Nachrichten versenden, Spiele laden… Der Standardnutzer gebraucht sein Handy längst nicht mehr nur für Konversation. Es darf also etwas mehr sein. Voraussetzung dafür ist natürlich Interesse und Aufgeschlossenheit für Technik und die Bereitschaft, einige Zeit in die Einrichtung und Personalisierung des Handys zu investieren. Komfortfunktionen wie Organizer und Bluetooth dürfen selbstverständlich nicht mehr fehlen.


Ausstattung, die auf jeden Fall bzw. gar nicht an Bord sein sollte

Funktion

Kommentar

Farbdisplay

ja

262.000 Farben sind der Standard, noch im kommenden Jahr werden einige Geräte mit über 16 Millionen Farben erscheinen. Nokia bietet hier bereits Modelle an.

Kamera

ja

VGA reicht für Schnappschüsse, Megapixel sind aber gerne Willkommen.

Wireless LAN (WLAN)

nein

Bluetooth

ja

Wenn Sie ihr Gerät mit einer Freisprecheinrichtung im Auto betreiben wollen, dann sollte Bluetooth mit an Bord sein. Aber auch zum Datenaustausch mit Freunden und Bekannten sehr hilfreich.

USB-Anschluss

ja

Bilder vom Handy zum Rechner? Musik aufs Handy? Dafür brauchen Sie einen schnellen USB-Anschluss.

UMTS/HSDPA

kann

Wer viel surft bzw. eine Flatrate für WAP-Portale abgeschlossen hat, fährt zusätzlich mit UMTS besser. Für andere Nutzer überflüssig.

GPS

nein

Navigationsfunktionen bleiben den Highend-Geräten vorbehalten.

Kurznachrichten (SMS)

ja

Bildnachrichten (MMS)

ja

Die Kamerabilder sollen schließlich verteilt werden – ob aus dem Urlaub oder an die Freundin/den Freund.

E-Mail-Client

ja

Mails vom Handy aus abzurufen wird eine der Funktionen sein, die in den kommenden Jahren zunehmend bedeutsam wird.

Vibrationsalarm

ja

Manchmal ist Handyklingeln ungemein störend. Daher niemals ein Handy ohne diese Funktion erwerben, auf die u.a. Nokia ab und zu bei High-End-Modellen verzichtet.

mehrstimmige Klingeltöne

ja

Nur Piepen regt auf Dauer auf. Daher hat sich diese Funktion selbst bei den günstigsten Geräten etabliert.

erweiterbarer Speicher

ja

Platz muss her. Selbst wenn Ihre Handykamera nur Fotos mit geringer Auflösung macht. Mit einem Steckplatz für Speicherkarten sind Sie immer auf der richtigen Seite.

Radio

kann

Musikplayer

ja

Musikfans werden auf einen Player kaum verzichten wollen.

Videotelefonie

nein

offenes Betriebssystem

nein

Zur Nachinstallation von Software empfehlen wir nur High-End-Handys oder Smartphones.

Organizer

ja

Kalender, Taschenrechner, Aufgabenliste, Notizen… Funktionen, die Sie bald werden zu schätzen wissen.

PC-Synchronisation

kann

Wer seine Daten sichern möchte bzw. die Kontaktliste (bei vielen Kontakten) über MS Outlook pflegen möchte, sollte dies berücksichtigen.


Unsere Empfehlungen

Die obige Ausstattungsliste können Sie gerne zum Handyladen Ihres Vertrauens mitnehmen. Vorher sollten Sie sich aber noch die Frage beantworten, welchen Handytyp Sie wollen. Wir haben daher eine kurze Empfehlungsliste erstellt, die nach Typen geordnet, einige Möglichkeiten präsentiert.


Barren- bzw. Candybar

Handys im klassischen Design. Vorteil: meist schlank, Nachteil: oft kleine Tasten, Tastensperre muss in der Hand- oder Hosentasche aktiviert werden.

Empfehlung: Nokia 6500 classic
Im klassischen Nokia-Design präsentiert sich das 6500. Hier finden Sie für unter 200 Euro sogar eine Kamera, die Fotos mit einer Auflösung von zwei Megapixel aufnimmt. Mit unter einem Zentimeter ist das Handy zudem super schlank. Dank der Benutzeroberfläche Series 40 lässt sich das Gerät außerdem sehr gut personalisieren. Der integrierte Speicher ist mit einem GByte sehr groß ausgefallen, dafür fehlt der Einschub für Speicherkarten.
Preis: ab 190 Euro

Alternative 1: Samsung SGH-E590
Ebenfalls recht klassisch zeigt sich das E590 von Samsung. Auf den ersten Blick fällt gar nicht auf, dass das Gerät nur 65 Gramm wiegt und damit deutlich unter dem Schnitt liegt. Der Funktionsumfang ist ebenfalls beeindruckend für ein Handy seiner Klasse. Der ordentliche interne Speicher von 81 MByte lässt sich zudem per microSD-Karten erweitern. Fotografiert wird mit satten 3,2 Megapixel. Der Preis von gerade einmal etwa 100 Euro ist absolut top!
Preis: ab 100 Euro

Alternative 2: Sony Ericsson K660i
Das K660i kann zwar weniger als seine großen Brüder der K-Serie, beeindruckt aber mit einfacher Bedienbarkeit und vielen nützlichen Funktionen. Durch die UMTS- und HSDPA-Unterstützung eignet es sich auch für Ausflüge ins (mobile) Internet. Auch hier kann der interne Speicher (32 MByte) per Speicherkarten (Memory Stick Micro M2) aufgestockt werden.
Preis: ab 185 Euro


Allesamt gut designt: Nokia 6500 classic, Samsung SGH-E590 und Sony Ericsson K660i.


Klapphandy
Vorteil: große Tastatur, Nachteil: oftmals „dicklich“.

Empfehlung: Sony Ericsson Z770i
Lange haben Sony-Ericsson-Fans auf ein neues Klapphandy mit ordentlicher Ausstattung warten müssen, hier ist es nun. Auch das Z770i beherrscht HSDPA für schnelle Datenübertragung. Die Ausstattungsliste ist nahezu identisch mit der des K660i. Das schlichte eckige Design dürfte viele Anhänger finden.
Preis: ab 220 Euro

Alternative 1: Nokia 6267
Auch Nokia ist im Klapphandy-Markt aktiv und bietet mit dem 6267 guten Durchschnitt. Fotografiert wird hier mit einer 2-Megapixel-Kamera, für E-Mail-Fans steht auch Push-Mail zur Verfügung, so dass Mails wie SMS-Nachrichten direkt auf dem Display angezeigt werden. Mit knapp 22 Millimetern in der Dicke ist es allerdings nicht gerade schlank geraten.
Preis: ab 175 Euro

Alternative 2: Motorola RAZR2 V9
Das RAZR2 V9 ist durch seine Farbgebung und die Anleihen beim Ur-RAZR schon eine kleine Besonderheit. Die Ausstattungsliste spielt auf jeden Fall in der Oberliga – ja, das V9 ist ein volles Multimedia-Talent. Der Musikplayer lässt sich durch Tasten an der Front sogar dann bedienen, wenn das Handy zugeklappt ist. Wer das RAZR-Design mag, kann hier ohne Frage zugreifen.
Preis: ab 180 Euro


Klapphandys sind nicht mehr derart in wie noch vor einigen Jahren. Dennoch haben wir drei gute Vertreter gefunden:
Sony Ericsson Z770i, Nokia 6267 und Motorola RAZR2 V9.


Sliderhandy
Handys zum Aufschieben. Vorteil: sehr klein und handlich, Nachteil: oft fummelige Tastatur.

Empfehlung: Motorola ROKR Z6
Das ROKR Z6 ist durch und durch ein Musikhandy. Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz. Auch hier kommen Fans des RAZR-Looks auf ihre Kosten. Bei der Ausstattung bleibt das Z6 allerdings hinter dem V9 zurück.
Preis: ab 170 Euro

Alternative: Nokia 6288
Mit lächerlichen sechs MByte internem Speicher kommt das 6288 zum Kunden – glücklicherweise können miniSD-Karten eingesetzt werden. Eine Karte mit 512 MByte liegt bereits im Lieferumfang. Die Ausstattungsliste ist recht komplett, auch eine Frontkamera für Videotelefonate wurde eingebaut.
Preis: ab 160 Euro


Durchschnitts-Slider: Motorola ROKR Z6 und Nokia 6288.


Fazit

Bei den Mittelklasse-Geräten hat Multimedia längst Einzug gehalten. Alle Geräte bringen eine Megapixel-Kamera mit, die meisten haben zudem einen erweiterbaren Speicher. Dennoch können gerade Nutzer, die derart ausgestattete Modelle favorisieren, den größten Fehler beim Kauf machen. Denn gerne werden ihnen Geräte aufgeschwatzt, deren Funktionalität sie gar nicht brauchen, beim Kauf aber teuer bezahlen müssen.

Johannes Michel, 11. April 2008.
Alle Preise wurden mit Preissuchmaschinen am 11. April 2008 ermittelt.


 
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